Der Tod kann nimmer böse sein,
denn die Natur kennt keine Strafen.
Ein jeder geht für sich allein
zurück, zu jenem großen Schlafen,
aus dem der Geist die Bilder weckt,
und dieser Welt die Vielfalt schenkt,
wodurch uns dieses Leben schmeckt,
bis sich das Bild zur Scholle senkt.

Was ohne Geist, das wähnt die Strafe,
in allem was da auferlegt.
Mensch wird Tier und Herr wird Sklave,
wo dieser Eisenbesen fegt.
Er fegt so hart, bis unser Kummer
so groß, dass wir darin vergehn,
– versinken tief in jenen Schlummer
da uns der Geist heißt aufzustehn.

© Elmar Vogel – Januar 2020

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